Hochbeetbank Mai 2021

Hoch-Beet-Bänke

… oder besser Hochbeetbänke. Pünktlich zu Weihnachten ein paar erklärende Informationen zu den Beeten fürs Urban Gardening und den Bänken fürs Urban Socializing. Zusammen bilden sie die praktischen Hochbeetbänke von Gudrun Ingratubun. Alle Leute im Kiez und den angrenzenden sind weiterhin eingeladen, sich hier zu treffen und Spaß zu haben.

Neue Info-Plane an den Hochbeeten, Karl-August-Platz lebenswert.

Die neue Kommunikationszentrale im Kiez

Im Sommer dieses Outdoor-Jahres (2021) haben viele Menschen gezwungenermaßen im Kiez ganz neue, tolle Erfahrungen im nachbarinnenschaftlichen Miteinander gemacht. Es begegneten sich RaucherInnen und Frischluftmögende, Weinliebende und Alkis, Hundehasser und Tierschützer – und zwar auf Augenhöhe. Leute, die vorher – nach eigener Aussage – nie miteinander geredet hätten, plauderten und diskutierten plötzlich miteinander. Lernten einander kennen und verstehen. Teilweise bis spät in die Nacht, und am nächsten Tage wieder. Gelebte Nachbarschaft und Miteinander, Trennungen und Findungen.

Zu Beginn des Kunstprojektes und Experimentes Hochbeetbänke wurden die vertexteten Früchte des neuen Dialogs darüber auch noch hoffnungsvoll an die Rückseite der Gemüsebeete geheftet. Weil diese mehrmals beschädigt oder ungefragt entfernt wurden, ist das dann allerdings eingeschlafen. Auch eine Form des Dialogs – ach nee, Monolog.

Wie auch immer, es hat also auch einige Gegenstimmen gegeben, die wir nicht ignorieren wollen:

»Das ist doch Sperrmüll« (Spoiler: ja!)

»Die Dinger sind doch hässlich.«

»Da kann man sich verletzen.«

»Die werden bestimmt bald angezündet.«

»Das Gemüse und die Blumen werden ja doch geklaut

So kommentierten es einige schriftliche und mündliche Stellungnahmen.

Das Geheimnis wird gelüftet

Jetzt, da die gartenähnliche Nutzung wegen der unentschlossenen Temperaturen etwas nachgelassen hat, ist ein guter Zeitpunkt, in die immer noch heiße Diskussionen über die Bedeutung und den Wert der Hochbeetbänke einige, vielleicht hilfreiche Informationen für die Streithühner, -hennen und -hähne einzustreuen: wer hats erfunden? wer hats zu verantworten? ist das Kunst oder kann das weg? — Deshalb hängen seit Neuestem zwei Info-Planen an den Bänken aus dem Hochbeetlabor BHROX bauhaus reuse.

Sie erfahren nun endlich aus erster Hand – der Bankräuber selbst – was es damit auf sich hat. Gut, die Bankräuber sind Bankbauerinnen, das soll hier schon verraten sein. Den Rest lesen Sie nun bitte selbst. Nehmen Sie sich eine Thermoskanne voll Ihres Lieblingsgetränks und ein warmes Sitzkissen mit, dann wird es voraussichtlich nicht lange dauern, und man wird Sie fragen, ob Sie das hier gebaut haben? Damit sind beliebigen Gesprächen mit Ihnen eben noch fremden Kiezlern alle Hürden und Hemmmungen genommen. Versprochen: das macht richtig Spaß!

Neue Info-Plane an den Hochbeeten 💚 Karl-August-Platz liebenswert.

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